Stadt Leverkusen

Zwischenstand: Fachgerechte Reinigung des evakuierten Wohnhauses in Steinbüchel

Die fachgerechten Reinigungs- und Sicherungsmaßnahmen in dem möglicherweise mit Asbest kontaminierten Wohnhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße in Steinbüchel schreiten voran. Im Treppenhaus und in ersten Wohnungen sind bereits die erforderlichen Vorbereitungen für eine abschließende Freimessung getroffen worden.

Ziel ist es, nach Abschluss der fachgerechten Reinigung durch entsprechende Messungen überprüfen zu lassen, ob die betroffenen Bereiche wieder sicher genutzt werden können. Erste Ergebnisse erwartet die Stadt Leverkusen im Laufe des Tages.

Dieser Prozess wird sukzessive auf das gesamte achtgeschossige Wohnhaus ausgeweitet. Die Stadt Leverkusen begleitet dieses Vorgehen in enger Abstimmung mit dem Objekteigentümer bis alle Wohnungen freigegeben werden können. Nach derzeitigem Stand ist damit zu rechnen, dass möglicherweise bereits heute erste Wohnungen wieder bezogen werden können. Für die Bewohnerinnen und Bewohner weiterer Einheiten kann hingegen voraussichtlich eine weitere Übernachtung im Hotel erforderlich sein. Grund hierfür ist, dass die notwendigen Freimessungen und die anschließende fachliche Bewertung der Messergebnisse die erforderliche Zeit in Anspruch nehmen. Eine Rückkehr in die jeweiligen Wohnungen ist erst möglich, wenn die entsprechenden Messungen erfolgreich abgeschlossen und die betroffenen Bereiche freigegeben wurden.

Die Stadt Leverkusen, der zuständige Sachverständige und das beauftragte Labor arbeiten mit Hochdruck daran, die erforderlichen Untersuchungen schnellstmöglich abzuschließen. Ziel ist es, allen Bewohnerinnen und Bewohnern so rasch wie möglich die Rückkehr in ihre Wohnungen zu ermöglichen – selbstverständlich erst dann, wenn die entsprechenden Messungen und Prüfungen eine sichere Freigabe zulassen.

Bis dahin gelten die bestehenden Zugangsbeschränkungen und Sicherheitsvorgaben weiterhin. Bewohnerinnen und Bewohner werden über den weiteren Verlauf und relevante Änderungen durch den Eigentümer der Immobilie informiert.

„Die Sicherheit der Mieterinnen und Mieter sowie aller an den Arbeiten und an dem Einsatz beteiligten Personen hat für uns höchste Priorität“, betont Umweltdezernent Alexander Lünenbach. „Deshalb gehen wir bei der Reinigung und Sanierung mit der erforderlichen Sorgfalt vor. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit dem Wohnungskonzern läuft seit gestern Abend sehr kooperativ.“

Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, die mit ihrem engagierten und verantwortungsvollen Einsatz bei der Evakuierung und der anschließenden Betreuung der betroffenen Menschen einen wichtigen Beitrag geleistet haben. 

Unser besonderer Dank gilt dabei:

  • den Einsatzkräften von Feuerwehr Leverkusen und der Freiwilligen Feuerwehr,
  • den Einsatzkräften des Malteser Hilfsdienstes aus Leverkusen, die die Menschen vor Ort während der Evakuierung unterstützt haben,
  • den Kolleginnen und Kollegen der JOB Service Beschäftigungsförderung Leverkusen gGmbH, die den Anwohnenden neue Kleidung aus dem Bestand der „Tafel der Dinge“ übergeben haben,
  • den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Leverkusen, vor allem aus den Fachbereichen Umwelt, Soziales, Kommunaler Ordnungsdienst, Medizinischer Dienst sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
  • den Polizistinnen und Polizisten,
  • sowie allen weiteren Helferinnen und Helfern, die die Evakuierung und Unterbringung unterstützt haben.

Darüber hinaus wird die Stadt Leverkusen Strafanzeige wegen des Verdachts auf unsachgemäßen Umgang mit gefährlichen Abfällen erstatten. Gegen wen sich die Anzeige richten wird, wird derzeit in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geprüft.

Bei Asbestverdacht sollten betroffene Materialien nicht eigenständig entfernt, bearbeitet oder gereinigt werden. Die erforderlichen Maßnahmen sind qualifizierten Fachfirmen zu überlassen.

Zum Hintergrund:

Bei Sanierungsarbeiten in einem achtgeschossigen Mehrfamilienhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße in Leverkusen-Steinbüchel kam es zu einem Verdachtsfall einer Asbestbelastung. Das Objekt wurde am Dienstagnachmittag (01.09.2026) vorsorglich evakuiert, die Anwohnerinnen und Anwohner sind nach einer Übergangsunterbringung am Abend in der GGS Heinrich-Lübke-Straße (redaktionelle Anmerkung: korrigierte Angabe) für die Nacht in einem Hotel bzw. privat unterbracht worden. Insgesamt waren gestern 31 Menschen und mehrere Tiere betroffen.

Bei der Evakuierung des Wohnhauses handelt es sich um eine präventive Schutzmaßnahme, da sich durch Sanierungsarbeiten in unbewohnten Wohnungen Astbeststäube im Flur angesammelt haben könnten, die beim Durchqueren des Treppenhauses möglicherweise eingeatmet werden können. Daher wurden Dekontaminationsmaßnahmen durchgeführt.

Insgesamt wird eine mögliche Belastung der Bewohnerinnen und Bewohner durch Astbestfasern als sehr gering und potenzielle gesundheitliche Langzeitfolgen als nicht sehr wahrscheinlich eingestuft.

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