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"Ferien ohne Krieg" für Kinder aus Nikopol
Die jungen Besucher sind von weit her gereist, sie kommen aus einem Land, in dem seit 2022 Krieg herrscht: 28 Mädchen und Jungen aus Nikopol in der Ukraine sind für zehn Tage in der Region. Sie machen Ferien in einem Sommercamp – ohne Angst vor Granaten, ohne Angst vor neuen Angriffen haben zu müssen.
Am Mittwoch, 26. August, sind sie im Leverkusener Rathaus empfangen worden.
Bürgermeisterin Annegret Bruchhausen-Scholich begrüßte die Gruppe im Namen der Stadt Leverkusen. Sie wünschte den Kindern, dass sie im Feriencamp etwas Abstand vom Alltag gewinnen und es genießen könnten. Die beiden Städte Nikopol und Leverkusen verbindet seit Ende März 2023 eine Solidaritätspartnerschaft, geschlossen infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine.
Die Bürgermeisterin dankte zugleich den Veranstaltern und den Sponsoren, die das Camp erst möglich gemacht haben. Das Blau-Gelbe Kreuz e.V. mit Sitz in Köln organisiert und veranstaltet das Sommerferien-Camp unter dem Motto "Ferien ohne Krieg“. Die Bayer AG hat das Camp als Sponsor erst möglich gemacht. Das Unternehmen finanziert die Unterbringung, Verpflegung, Ausflüge, Aktionen und trägt das Camp auch personell mit. Im Bayer-Seminar und Tagungshaus "Große Ledder" in Wermelskirchen ist das Camp für die Gruppe eingerichtet. Insbesondere Bayer04 Fußball und der TSV Bayer Leverkusen sind mit Angeboten für die Kinder dabei.
Wie wichtig ein solches Camp sein kann, wurde beim Empfang deutlich. Eine ukrainische Begleiterin schilderte die Situation in Nikopol. Mehr als 8 000 Gebäude sind durch den Krieg in der Stadt zerstört. Die Bevölkerung hat sich seit Kriegsbeginn von 105 000 Menschen auf ein Drittel verringert. Viele sind geflohen. Mehr als 150 Menschen wurden getötet, Nikopol zählt zudem viele Verletzte, darunter auch Kinder. Jeden Tag lebe man unter Angriffen. Die Kinder aus Nikopol, die hier für zehn Tage Ferien erleben, haben fast alle ein Elternteil im Krieg verloren.
"Ferien ohne Krieg" das heißt: Ausflüge ins Schwimmbad, ins Phantasieland, Sport und Spiel und auch eine Stadiontour in der BayArena mit Autogrammen von Fußballprofis und eigenen Bayer04-Feriencamp-Shirts. Das und mehr gehört zum Programm.
Die Kindergruppe aus Nikopol drückte beim Empfang mit Gastgeschenken mit Tanz, Gesang und Worten, nicht zuletzt auch mit Grüßen der Stadt Nikopol ihre Dankbarkeit aus „an Leverkusen und an Deutschland, die die Ukraine als Partner unterstützen“, wie eine Begleiterin sagte.
Mehr Informationen zur Partnerschaft Leverkusen – Nikopol auf www.leverkusen.de unter Nikopol | Stadt Leverkusen (Öffnet in einem neuen Tab)

