Planen und Bauen

ISEK Manfort

Ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) ist der strategische Leitfaden für die räumliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Stadtgebiets oder eines Stadtteils.

Das ISEK verbindet Analysen, Beteiligungen und konkrete Maßnahmen zu einer langfristig angelegten Gesamtstrategie. Es zeigt Chancen und Schwächen auf, definiert Ziele für die kommenden Jahre und legt fest, welche Stadterneuerungsprojekte priorisiert werden. 

Wozu dient ein ISEK?

  • Ganzheitliche Strategiebildung: Ein ISEK fasst unterschiedliche Planungen (Städtebau, Verkehr, Grünraum, Soziales, Wirtschaft, Energie usw.) zu einer vernetzten Gesamtstrategie zusammen, statt sie isoliert zu betrachten. 
  • Umsetzungsorientierung: Es benennt konkrete Maßnahmen, Prioritäten, Zeitpläne und Verantwortlichkeiten, sodass aus Zielen realisierbare Projekte werden. 
  • Fördervoraussetzung und Finanzierung: Für viele Programme der Städtebauförderung ist ein ISEK oder ein vergleichbares Entwicklungskonzept Voraussetzung. Es ist damit die Grundlage, um Fördermittel zu beantragen. 
  • Bürgerbeteiligung und Legitimation: Das ISEK wird unter Beteiligung von Bewohner*innen, lokalen Akteur*innen sowie Fachbehörden erarbeitet. So entstehen realistische, gesellschaftlich abgestützte Lösungen. 
  • Steuerungs- und Kontrollinstrument: Es dient der laufenden Priorisierung, der Koordination verschiedener Fachbereiche der Stadt und der Erfolgskontrolle der Maßnahmen (Monitoring). 

Typische Bestandteile eines ISEK

  1. Bestandsaufnahme (räumlich, sozial, wirtschaftlich, ökologisch) und SWOT-Analyse
  2. Handlungsfelder und Leitziele (z. B. Wohnen, Mobilität, Grün-/Blau-Infrastruktur, Wirtschaft, Teilhabe)
  3. Maßnahmenkatalog mit Kostenschätzungen, Zeitplan und Zuständigkeiten
  4. Finanzierungsstrategie (Fördermittel, kommunale Mittel, PPP-Optionen)
  5. Beteiligungs- und Kommunikationskonzept
  6. Monitoring- und Umsetzungsplan

Was bedeutet das für Bürger*innen?

Ein ISEK ist wie eine Planungslandkarte: Sie sehen, welche Projekte geplant sind, wie sie priorisiert werden und wie Sie mitreden können. Beteiligungsformate (Workshops, Online-Dialoge, Bürgergänge) sind von Anfang an Teil des Prozesses. 

Manfort weist deutliche Herausforderungen auf: 

  • große Verkehrsachsen
  • knappe Grün- und Freiflächen
  • Nutzungs- und Strukturkonflikte im Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsbereich

Die bisherigen sozial ausgerichteten Initiativen und Konzepte des GLIM 1 und 2 haben gezeigt, dass ohne eine übergeordnete städtebauliche Strategie baulich-räumliche Maßnahmen nicht umgesetzt werden konnten.  

  • Ein studentischer Wettbewerb und ein fachbereichsinterner Planungswettbewerb haben gezeigt, dass in Manfort deutliches städtebauliches Entwicklungspotential vorhanden ist.
  • Ein ISEK ermöglicht es, alle Beteiligten (Bürger*innen, Politik, Fach- und Verwaltungsbehörden) einzubeziehen, um Akzeptanz und eine erfolgreiche Umsetzung zu sichern.
  • Durch ein integriertes Konzept kann der Stadtteil gezielt gestärkt, Lebensqualität erhöht, Umwelt- und Klimafaktoren verbessert und Flächenpotenziale aktiviert werden. So wird der Stadtteil insgesamt wettbewerbsfähiger und attraktiver.

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