Umwelt

Saubere Luft und weniger Lärm

Umgebungslärm und eine schlechte Luftqualität sind große Belastungen für Umwelt und Mensch. Leverkusen ist Teil des Ballungsraumes Rhein-Ruhr mit Straßen-, Schienen- und Wasserverkehrsachsen von internationaler Bedeutung. Wir haben Luft- und Lärmbelastungen durch verschiedene Maßnahmen reduziert.

Zugtrasse kreuzt Autobahn

Lärmschutz

Fehlender Lärmschutz an der A1

Seit Fertigstellung der neuen Rheinbrücke erreichen die Stadtverwaltung Leverkusen gehäuft Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern über eine erhebliche Lärmsteigerung, insbesondere im Bereich des Stadtteils Leverkusen-Wiesdorf in der Kolonie II. Dieser Lärm ist auf die fehlenden Schutzwände im Bereich der Baustelle, insbesondere nach der Freigabe der Brücke für Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf diesem Streckenabschnitt, zurückzuführen.

Oberbürgermeister Uwe Richrath wandte sich deshalb mit einem Brief an die Autobahn GmbH. Die Autobahn GmbH hat mittlerweile einen besseren Lärmschutz noch für Herbst 2024 angekündigt.

Lärmaktionsplan

Der Lärmaktionsplan (LAP) ist ein städtisches Gesamtkonzept, das Maßnahmen zur Minderung der Lärmbelastung enthält. Alle fünf Jahre muss der LAP überprüft und bei Bedarf überarbeitet werden. Das schreibt die EU-Umgebungslärmrichtlinie vor.

Mit Umgebungslärm sind belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien gemeint, die durch Aktivitäten des Menschen verursacht werden. Der LAP soll Kommunen dabei helfen den Lärm zu verringern. Hierzu zählen zum Beispiel

  • die Verlagerung beziehungsweise Minderung des Verkehrsaufkommens
  • die Erneuerung des Fahrbahnbelags oder das Aufbringen von lärmarmen Fahrbahndecken
  • die Straßenraumgestaltung an Knotenpunkten (Kreisverkehre) 
  • die Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und Maßnahmen zum Schutz ruhiger Gebiete. 

Bei der Neuaufstellung oder Überprüfung von Lärmaktionsplänen ist eine Mitwirkung der Öffentlichkeit vorgesehen. Aktuell wird der Lärmaktionsplan der Stufe 4 erarbeitet.

Lärmquellen

Lärm hat verschiedene Ursachen. Auch durch den Betrieb von Radios oder Fernsehgeräten, durch Handwerksarbeiten oder durch lautes Rufen können unzumutbare Belästigungen entstehen. Die Vermeidung solch unnötigen Lärms ist ein Gebot gegenseitiger Rücksichtnahme. Die Stadt wird aber erst tätig, wenn die „öffentliche Ordnung“, also ein größerer Personenkreis, gestört wird.


Luftqualität

Informationen über die aktuelle Luftqualität im Stadtgebiet und in der Kölner Bucht sind online beim Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (Öffnet in einem neuen Tab) zu erhalten. 

Die Leverkusener Luftmessstation befindet sich im Stadtteil Manfort, im Bereich Manforter Straße/Stegerwaldstraße. Die zweite Luftmessstation des Landes im Stadtgebiet Leverkusen liegt an der Gustav-Heinemann-Straße östlich des Konrad-Adenauer-Platzes. 

Luftreinhalteplan

Der Luftreinhalteplan für Leverkusen ist seit dem 1. Januar 2020 in Kraft. Er ist auf der Seite der Bezirksregierung Köln (Öffnet in einem neuen Tab) abrufbar.

Hintergrund:

Die europaweit verbindliche Luftqualitätsrichtlinie (in Deutschland umgesetzt in der 39. BImSchV) schreibt seit 2010 aus Gründen des Gesundheitsschutzes die Einhaltung eines Jahresmittelwertes von 40 µg/m³ (Mikrogramm pro Kubikmeter) für Stickoxid (NO2) vor. Werden die Immissionsgrenzwerte überschritten, muss die zuständige Behörde einen Luftreinhalteplan aufstellen, bzw. fortschreiben.

An der Messstation Gustav-Heinemann-Straße wurde dieser Grenzwert überschritten. Ein erster Entwurf des Luftreinhalteplans für das Stadtgebiet von Leverkusen wurde erarbeitet und im Frühjahr 2019 offengelegt. Eine zweite Offenlage erfolgte im Herbst 2019. Grund dafür waren aktualisierte Prognosen. Bürgerinnen und Bürger konnten beim Fachbereich Umwelt in Leverkusen und auch bei der Bezirksregierung in Köln den Plan erneut in Augenschein nehmen und Stellungnahmen, Anregungen und Ergänzungen einreichen.

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