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Villeneuve d'Ascq

Villeneuve d'Ascq: alt und neu

Die deutsch-französische Partnerschaft zwischen Leverkusen und Villeneuve d'Ascq besteht seit April 2005.

15jährige Freundschaft gefeiert

Am 5. November 2016 ist der vergleichsweise junge, 15jährige Geburtstag der Städtepartnerschaft Leverkusen - Villeneuve d'Ascq gefeiert worden. Die Deutsch-Französische Gesellschaft Leverkusen hatte zur Feier in die Villa Wuppermann geladen.

Zwei "alte" Lebensgeschichten zeigten, wie wichtig diese Freundschaft ist. Die beiden französischen Zeitzeugen Francis Boulouart und Hélène Hemery, beide Kinder einer Französin und eines deutschen Soldaten, berichteten von ihrer jahrzehntelangen Suche nach ihren deutschen Wurzeln. Sie wurden mitten im Weltkrieg geboren, ihre Eltern gehörten zwei verfeindeten Nationen an.

Beide bezeichneten es als eine glückliche Wendung in ihrem Leben, die Familie ihres deutschen Vaters nach langen Recherchen gefunden zu haben. Hemery gelang es zufällig,  durch einen alten Brief und mit Hilfe von deutschen Freunden nach 53 Jahren ihren inzwischen greisen Vater noch persönlich kennenzulernen. Beide Zeitzeugen haben inzwischen die doppelte Staatsbürgerschaft und sind stolz auf ihren deutschen Pass.

Oberbürgermeister Uwe Richrath nahm diese Biographien als ein Beispiel, dass die Eltern selbst im Krieg in dem jeweils anderen den Menschen und nicht den Feind gesehen haben."Ich wünsche mir, dass uns das auch heute immer wieder gelingt. Denn sowohl in Deutschland als auch in Frankreich gibt es zunehmend ausländerfeindliche Stimmungen." Er betonte die große Bedeutung der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. "Freundschaft zwischen Nationen kann nicht allein auf Ebene der Politik entstehen. Dazu sind insbesondere auch zwischenmenschliche Beziehungen auf bürgerschaftlicher Ebene unverzichtbar."
Eine Jubiläumstorte und eine Bilderausstellung mit französischen Motiven Leverkusener Künstler rundeten die Feier ab.

Gegenbesuch zum Jubiläum

Oberbürgermeister Uwe Richrath besuchte Mitte November dann für zwei Tage die junge Universitätsstadt.

Bei diesen Gegenbesuch mit Workshop zu Fragen über die Zukunft von Städtepartnerschaften, tauschten sich der OB und sein Amtskollege Bürgermeister Gerard Caudron aus. Sie vereinbarten, neben der erfolgreichen Arbeit der Partnerstädtevereine und dem seit Jahren gepflegten Schüleraustausch den Blickwinkel auf die Hochschulen in beiden Städten zu lenken. Der Aufenthalt wurde mit einem geselligen Abend in einem historischen Museum beendet.

Drei-Städte-Partner

Die Partnerschaft zwischen Leverkusen und Villeneuve d'Ascq besteht seit April 2005. Vorangegangen waren vielfältige Verbindungen von Vereinen, Schulen und Einrichtungen.
Besonders aktiv waren die Europa-Union Leverkusen und die Deutsch-Französische Gesellschaft. Auf ihre Initiative hin entstand 2001 eine Städte-Kooperation, die nach vier Jahren in eine Städtepartnerschaft überging.

Freunde werden zu Freunden. So hält es Villeneuve d'Ascq auch mit den Partnerstädten. Im Oktober 2007 schloss sie daher eine Partnerschaft mit Leverkusens polnischer Partnerstadt Ratibor. Vereinbart wurde eine Dreier-Kooperation zum Schutz der Umwelt. Vorrangiges Ziel ist es, Erfahrungen in der Umwelterziehung auszutauschen.

Alt und Neu

Villeneuve d'Ascq liegt im Norden Frankreichs, nur 300 Kilometer von Leverkusen entfernt.
Die moderne Universitätsstadt in der Nähe von Lille hat 70 000 Einwohner.

Gegründet wurde sie in den 1970er Jahren durch den Zusammenschluss der drei Städte Annappes, Ascq und Flers zu der "neuen" Stadt Villeneuve d'Ascq.

Der Charme für den Besucher liegt in der Verbindung von Alt und Neu: Zum Stadtbild gehören das Schloss von Flers und historische Windmühlen, aber auch ein moderner Einkaufskomplex und das Zentrum für Wissenschaften.

Kartenausschnitt: Villeneuve d'Ascq
Kartenausschnitt: Villeneuve d'Ascq