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Flutschäden: städtische Gebäude
Theodor-Heuss-Realschule

Theodor-Heuss-Realschule

Die Schulgebäude an der Wiembachallee im Stadtteil Opladen sind durch das Hochwasser aus Wiembach und Wupper im Juli 2021 so stark geschädigt, dass sie nicht mehr genutzt werden können. Die Realschule mit ihren rund 850 Schülerinnen und Schülern und dem Schul-Kollegium musste ausgelagert werden.

Die Klassen 5 bis 7 sind seit August 2021 an der Grundschule Heinrich-Lübke-Straße 140.
Die Klassen 8 bis 10 sind am Standort der Montanus-Realschule in Steinbüchel. Dort ist eine Containeranlage für 13 Klassen aufgebaut.

Zur Homepage der Schule

Infos Container-Anlage

Stand Anfang April 2022:

Die Schulcontainer-Anlage am Ausweich-Standort Montanus-Realschule konnte am 10. Januar 2022 zum Schulbeginn nach der Weihnachtsferien vollständig in Betrieb gehen. 
Alle 13 Klassenräume sind mit elektronischen Displays (Active-Panels) und WLAN Anbindung ausgestattet.
Die Rückmeldung der Schule zur Inbetriebnahme und bisherigen Nutzung ist positiv.

Altbau: Im Altbau stand das Kellergeschoss unter Wasser, das Erdgeschoss bis rund 30 Zentimeter Höhe. Betroffen sind die Fachräume, die Mensa und die Hausmeisterwohnung. Technische Anlagen und EDV wurden zerstört.
Neubau: Im Neubau stand der Keller vollständig unter Wasser. Im Erdgeschoss stand das Wasser bis rund 1,60 Meter hoch. Aula, Lehrerzimmer, Cafeteria, Naturwissenschaftliche Räume und andere wurden vollständig zerstört. Sämtliches Mobiliar und Akten sind unbrauchbar.
Turnhalle: Wegen der Schäden muss die Halle abgerissen werden. 

Kostenschätzung: Die Kostenschätzung für alle notwendigen Maßnahmen zum Wiederaufbau im Alt- und Neubau wurde auf rund 16.300.000 Euro angepasst.
Hinzu kommen die Kosten der vorgesehenen Aufstockung des Hauptgebäudes in Höhe von 2,5 Millionen Euro und die Kosten für den Wiederaufbau der Sporthalle als Dreifach-Halle in Höhe von 14.040.000 €.

 

Was gemacht wird: (Stand Ende Juni 2022)

Im Alt- und Neubau:

- Die Winterheizung konnte mittlerweile wieder abgebaut werden.
- Die Grundleitungen konnten wiederhergestellt werden.
- Der Bauantrag wurde Anfang Mai samt neuem Brandschutzkonzept bei der Bauaufsicht eingereicht.
- Die Planungen der Haustechnik sind abgeschlossen und als Leistungsverzeichnisse fertig.
- Die ersten Ausschreibungen zu Verpress- und Abdichtungsarbeiten wurden angefragt.
- Weitere Ausschreibungen folgen zeitnah.
- Vor Ort finden erste Arbeiten durch eine Elektrofirma statt.
- Die stufenweise Weiterbeauftragung der beteiligten Ingenieure wurde auf den schriftlichen Weg gebracht.
- Es finden zu den als Nächstes anstehenden Gewerken Kosten- und Massenermittlungen für Ausschreibungen statt.
- Die Planungen der Aufstockung sind ebenfalls im Bauantrag und in der Haustechnikplanung enthalten. Sie werden analog zum Neubau detailliert für die Ausführung fortführend geplant.

Turn-/Sporthalle:

- Eine vollständige Räumung und Entsorgung der Ausstattung und Einrichtung wurde durchgeführt.
- Ein Teilrückbau an den Haustechnischen Anlagen wurde vorgenommen.
- Die Medienanbindung an das Schulgebäude wurde vollständig getrennt.
- Eine umfassende Beseitigung der Gebäudeschadstoffe wurde durchgeführt.
- Dabei wurden die Innenbereiche in weiten Teilen zurückgebaut und entkernt sowie betroffene Tür- und Fensteranlagen ausgebaut und fachgerecht entsorgt.  - Der Totalabbruch der Bestandsgebäude (Sporthalle und Sozialtrakt mit Nebenräumen) wurde zwischenzeitlich europaweit ausgeschrieben.
- Eine Objektsicherung (Sicherung des Schulgeländes) bis zum vollständigen Abbruch ist erfolgt.
- Die Planungsleistungen für den Neubau werden aktuell ausgeschrieben.

Dauer Wiederaufbau

Leider wird der Rückzug der Realschule an ihren alten Standort erst Ostern/Sommer 2024 möglich sein.
Der notwendige längere Sanierungszeitraum hat folgende Gründe:  

  • Das Bauvolumen der Sanierung ist mit rund 16 Millionen Euro viel größer als ursprünglich gedacht.
  • Es gab große Schwierigkeiten bei der Trocknung im Untergeschoss, weil das Wasser immer weiter nachlief. Es stellte sich dann heraus, dass die Grundleitungen beschädigt waren und in der wasserundurchlässigen Bodenplatte durch die Flut Risse entstanden waren.
  • In der Folge müssen die Grundleitungen unter der Bodenplatte saniert bzw. teilerneuert werden.
  • Die Technikräume müssen ins Obergeschoss verlagert werden (Flutsicherung).
  • Es wird eine Erneuerung der gesamten Fassade im Keller und Erdgeschoss erforderlich, weil die Holzfassade am Fußpunkt Schäden erlitten hat.
  • Der Wiederaufbau soll gemäß zeitgemäßem Raumprogramm (Berücksichtigung der Umbauwünsche der Schule) erfolgen.
  • Eine Anpassung an aktuelle Brandschutzbestimmungen ist erforderlich.
  • Zur flutsicheren Neuverortung der Medienräume wird eine Aufstockung erforderlich.

Während der Auslagerungszeit soll der lärmintensive Abbruch der Sporthalle erfolgen. Die neue Halle wird noch nicht fertig sein, wenn die Schule zurückzieht.

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